Skat

Skat ist ein Kartenspiel für drei (spielende) Personen. Aktiv spielt ein Alleinspieler gegen beide Mitspieler (die Gegenpartei). Nach dem Ausgeben der Karten wird durch das sogenannte Reizen bestimmt, welcher Spieler zum Alleinspieler wird. Sobald das Spiel beendet ist, wird anhand der Kartenwerte ausgezählt, ob der Alleinspieler (61 Punkte) oder die Gegenpartei gewonnen hat. Die Punkte werden notiert, und man geht zum nächsten Spiel über.

Skat ist in Deutschland weit verbreitet und wird (im Gegensatz zu den meisten anderen Kartenspielen) auch sportlich organisiert betrieben, mit Skat-Verband, Vereinen, Ranglisten und sogar einer Bundesliga Die meisten deutschen Skatvereine sind dem Deutschen Skatverband (DSKV) angeschlossen, welcher die Meisterschaften organisiert. In vielen Kneipen werden auch regelmäßig offene Skatturniere veranstaltet. Seit der Jahrtausendwende begannen besonders die organisierten Skatspieler, sich vermehrt im Online-Skat zu engagieren. Die Meisterschaften im Web werden vom DOSKV – Deutscher Online Skatverband e.V. ausgetragen (Weltmeisterschaft, Bundesliga, Deutsche Meisterschaft). Der typische Kneipenskat ist in den letzten 10 Jahren deutlich zurückgegangen. Inzwischen werden auf den unterschiedlichsten Online-Skat-Plattformen mittlerweile die Mehrzahl der sportlichen Skat-Wettbewerbe veranstaltet.


Skat wird mit einem Blatt aus 32 Karten gespielt. Man unterscheidet zwischen französischem Blatt und deutschem Blatt oder auch bayerischem Blatt.
Das französische Blatt besteht aus den vier Farben Kreuz (auch Treff oder frz. trèfle genannt), Pik (auch Schippen, Schippe, Schüppen; frz. pique), Herz (auch Rot; frz. cœur oder rouge) und Karo (auch Eckstein; frz. carreau); jeweils mit den Karten Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König und Ass.
Anmerkung: Die Internationale Skatordnung verwendet die Bezeichnung Kreuz, welche auch in Deutschland gebräuchlich ist. In Anlehnung an die französische Bezeichnung wird diese Farbe in Österreich fast ausschließlich Treff genannt; das entsprechende Kartensymbol stellt ein Kleeblatt (fr. trèfle) dar.
Beim deutschen Blatt ersetzen die Unter die Buben und die Ober die Damen. Das Ass wird häufig Daus genannt, allerdings leitet sich der Name Daus von franz. deux ab. Das Daus, Mehrzahl Däuser, war ursprünglich die Zwei und nicht die Eins; im Salzburger oder Einfachdeutschen Blatt hat sich dies noch erhalten. Die anderen Karten bleiben gleich. Die Farben sind hier Eichel (auch Eckern), Grün (auch Blatt, Laub oder Gras), Rot (auch Herz) und Schellen (auch Bollen), die in dieser Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz und Karo entsprechen.



Regeln nach der internationalen Skatordnung
Die offiziellen Regeln sind in der Internationalen Skatordnung festgelegt. Es werden aber auch viele Varianten gespielt.
Übersicht des Spielablaufs
Ein Skatspiel besteht aus drei Teilen: dem Geben (reihum), dem Reizen und dem eigentlichen Spiel. Das Reizen ist eine Art Versteigerung, die derjenige gewinnt, der den höchsten Spielwert bietet. Er bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird, und er spielt dann als Alleinspieler (oder Solist) gegen die beiden anderen (Gegenspieler, Gegenpartei). Der Alleinspieler muss sein Spiel so auswählen, dass der Spielwert mindestens so hoch ist wie das Reizgebot, mit dem er das Reizen gewonnen hat. Je höher jemand reizt, umso eingeschränkter sind seine Spielmöglichkeiten.
Beginnt kein Spieler mit dem Reizen kann „eingepasst“ oder im Amateurbereich „geramscht“ werden.
Skat ist ein Stichspiel der Spieler hinter dem Kartengeber (im Uhrzeigersinn) spielt aus, d. h. legt eine Spielkarte auf den Tisch, und reihum legt jeder weitere Spieler eine Karte hinzu, wobei der zweite und dritte Spieler die vom ersten gespielte Karte bedienen (bekennen) müssen, falls sie können. Aus der Art und Reihenfolge der gespielten Karten ergibt sich, wer den Stich gewinnt (auch: den Stich macht). Dieser erhält die gespielten Karten, legt sie verdeckt vor sich ab und spielt zum nächsten Stich aus.
Bei den Standardspielen (Farbspiel oder Grand) muss man möglichst viele Augen erhalten, wobei jeder Kartenwert eine bestimmte Augenzahl besitzt. Beim Nullspiel oder Nullouvert gewinnt der Alleinspieler, wenn er gar keinen Stich macht.
Anzahl der Spieler und Spielrunden
Eine Skatrunde besteht aus drei oder mehr Spielern. Falls mehr Spieler teilnehmen, setzen diese nacheinander in den Runden aus. Bei vier Mitspielern gibt der vierte Spieler und erhält keine Karten. Diese Spielart ist auch unter dem Begriff Geberskat bekannt. Vier gilt als ideale Anzahl und wird beim Turnierskat verwendet, soweit es die Teilnehmerzahl zulässt. Im Spielablauf werden mehrere Spiele gespielt, an denen jeweils drei Spieler teilnehmen. Für jedes Spiel werden die Karten neu gegeben (verteilt). Bei mehr als vier Spielern spielen die beiden linken Nachbarn des Gebers und der rechte. Von Spiel zu Spiel wechselt die Rolle des Gebers im Uhrzeigersinn. Hat auf diese Weise jeder Spieler einmal gegeben, so ist eine Runde abgeschlossen, und eine weitere wird durch den ersten Geber eingeleitet.
Beim Turnierskat ist die Zahl der Spiele pro Serie im Allgemeinen auf 48 festgelegt, was bei vier Spielern zwölf Runden entspricht. Im Freizeitspiel richtet sich die Rundenzahl meist nach den Vorlieben der einzelnen Spieler. Bei abweichender Spieleranzahl sollte gewährleistet sein, dass die Länge der Serie durch diese teilbar ist, damit jeder gleich oft Geber und Vorhand (Ausspieler) ist.
Spielvorbereitung
Ein Spiel beginnt mit dem Mischen der Karten durch den vorher bestimmten (ausgelosten) Geber. Anschließend lässt dieser vom Spieler rechts neben sich einmal abheben und legt den liegengebliebenen Teil der Karten auf den abgehobenen Teil des Kartenstoßes. Beim Abheben müssen mindestens vier Karten abgehoben und mindestens vier Karten liegen gelassen werden.
Danach teilt der Geber im Uhrzeigersinn, beginnend beim Spieler links neben sich, jedem der drei am Spiel teilnehmenden Spieler zunächst drei Karten aus. Die Teilnehmer werden im Uhrzeigersinn Vorhand (oder Vorderhand), Mittelhand und Hinterhand genannt. Danach legt er zwei Karten verdeckt in die Mitte des Tisches, diese bilden den sogenannten Skat oder Stock. Anschließend teilt er im Uhrzeigersinn, wieder beginnend bei der Vorderhand, jedem Spieler vier Karten und abschließend noch einmal drei Karten aus.
Der Geber muss die ausgeteilten Karten von der Oberseite des Stapels nehmen, so dass er die Kartenverteilung nach dem Abheben nicht beeinflussen kann. Das Mischen, Abheben und Austeilen muss so erfolgen, so dass jeder nur die zehn Karten sieht, die er selbst erhält. Wenn eine Karte versehentlich sichtbar wird, muss der Geber neu mischen.
Reizen
Noch bevor die erste Karte ausgespielt wird, muss durch das sogenannte Reizen bestimmt werden, welcher Spieler als Solist gegen die beiden anderen spielt. Das Reizen ist eine Punktauktion, bei der der Höchstbietende das Spiel „bekommt“, also Alleinspieler wird.
Quelle: Wikipedia.org




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